BUNKER-GESCHICHTE(N)

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7. November 1981

Dom-Zeit

Den Hamburger Dom gibt es seit 652 Jahren, aber hier sehen Sie ihn erstmals als Bildplan. Dreieinhalb Kilometer Lebensfreude mit allen Karussells und Buden am richtigen Fleck. Eine hübsche, bunte Orientierungshilfe für Familienausflüge aufs Heiligengeistfeld. Unten Budapester StraBe und Millemtor, oben der Bunker an der Feldstraße, rechts die Glacischaussee. Alle Fahrgeschäfte sind numeriert beschrieben damit Sie sich den richtigen Nervenkitzel aussuchen können.

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2. Oktober 1981

Foto-Reise in den Mikro-Kosmos

Wer Rang und Namen hat im Bereich der internationalen Fotopresse, ist in diesen Tagen in Hamburg anzutreffen. Das Unternehmen Carl Zeiss hat Fachjournalisten aus aller Welt zu einem Symposium über Makro- und Mikrofotografie in die PPS-Studios im Bunker auf dem Heiligengeistfeld eingeladen.

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21. September 1981

Oldtimer-Fotos

Der Hamburger Werbefotograf Dieter Köhn hat für einige Tage seinen Raum im Kreativ-Bunker auf dem Heiligengeistfeld mit einem Atelier im Hanse-Viertel vertauscht. Mit seiner Lieblingskamera, einem mehr als 60 Jahre alten und fünf Zentner schweren Repro-01dtimer sowie einem ultramodernen Farblabor macht Dieter Köhn 50 mal 60 Zentimeter große farbige Porträts, die schon nach einer Viertelstunde fertig sind. Dieter Köhn, der auch eine Berufskollegin, die Fotografin Christine Jentzsch, ablichtete, arbeitet noch bis zum 30. September in der Aktions-Galerie im Hanse-Viertel. Prominenten Besuch hatte er übrigens auch schon: Der Schriftsteller Walter Kempowski Ueß sich gemeinsam mit seinem Bruder Robert fotografieren.

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6. April 1981

Warum sollte ich dem Seemann widersprechen?

Er kommt aus der Gemeindeseelsorge in Hamburg und ist seit fünf fahren Oberhaupt der Katholiken der Hansestadt: Weihbischof Karl-August Siegel (65). Nach seinem Studium war der gebürtige Lübecker Vikar in St. Marien in Ottensen und St. Elisabeth in Harvestehude. 1953 wurde er zum katholischen Fernsehpfarrer ernannt, seine erste Sendung kam aus dem Bunker auf dem Heiligengeistfeld.

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Anfang 1981

Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin.

Hamburger Designer Johannes Hartmann machte die pazifistische Parole 1981 bekannt

Jetzt nur keinen Fehler machen! Die Dose mit weißer Farbe in der Hand, der schwarze Bunker auf dem Heiligengeistfeld vor mir – ich war aufgeregt und wollte mich nicht erwischen lassen, wie ich auf den Weltkriegsbeton sprühte: Stell Dir vor, es ist Krieg, und Keiner geht hin.

Es war Anfang 1981, den Spruch brauchte ich als Foto auf einer Mauer, für einen Plakatentwurf. Das Graffiti musste auf Anhieb gelingen. Diese Parole auf dem gigantischen Hamburger Bunker: geballte Symbolik! Was konnte eine Friedensbotschaft besser unterstreichen als eine massive Mauer, die knapp 40 Jahre zuvor den Bomben getrotzt hatte?

Quelle 1
Quelle 2

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18. Juni 1977

Richtfest beim "Telefon-Bunker"

Dieses Gebäude soll der Post helfen, weiterhin mit dem Telefonverkehr viel Geld zu verdienen! meinte der Baupolier, als der Richtkranz über der neuen Fernvermittlung am Heiligengeistfeld hochgezogen wurde. An der Stelle nahe der Budapester Straße, an der bis 1975 ein Flak-Leitbunker aus dem Dritten Reich stand, ist ein zehn Stockwerke hoher Neubau entstanden, der einmal die technischen Einrichtungen für den gesamten Fernsprechverkehr im norddeutschen Raum aufnehmen soll: Zunächst wird herkömmliche, zu Beginn der 80er Jahre neue elektronische Technik (für das Tasten-Wählsystem) installiert. Im März 1978 soll der Telefon- Bunker (Postler-Jargon) bezugsfertig sein.

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6. Juni 1977

Umfrage: Größter Schandfleck Hamburgs

Wer hätte das gedacht: Die Hamburger lieben ihr Rathaus über alles. In der großen Abendblatt-Umfrage Gesucht: Das ideale Hamburg wurde es zum schönsten Bauwerk Hamburgs gekürt.
Auf den Plätzen zwei und drei: die Köhlbrandbrücke und der Hamburger Michel. Die Leser wurden auch gefragt, welche städtebaulichen Schandflecke sie am liebsten für immer aus dem Stadtbild tilgen würden. Das Ergebnis: Der größte Dorn im Auge ist den Hamburgern der Bunker auf dem Heiligengeistfeld. Als zweit- und drittgrößter Schandfleck rangieren die Neubaugebiete Steilshoop und Osdorfer Born sowie der Hauptbahnhof (Bericht Seite 3).

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1977

Gründung der PPS-Fachbuchhandlung

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18. Mai 1976

Ein Wiedersehen

Für Marie Louise Steinbauer War es ein Wiedersehen mit der Vergangenheit, für alle Betrachter ist es ein Stück Mode-Geschichte. Die international bekannte Mode-Fotografin Regina Relang zeigt bis zum 6. Juni in F. C. Gundlachs PPS. Galerie im Bunker 1 auf dem Heiligengeistfeld künstlerische Bilder aus den Jahren 1966 bis 1976. Die Fotoschau heißt Arabeske und Poesie.

Quelle

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20. März 1976

Heiligengeistfeld: Hier investiert die Bundespost 134 Millionen

Jetzt ist es soweit: An der Stelle auf dem Heiligengeistfeld, wo vor Jahresfrist noch ein alter Flakleitbunker stand, wird mit dem Bau der neuen Groß-Telefon- Vermittlungsstelle begonnen. Am Freitag senkte ein Kran den Grundstein in die Baugrube; die Präsidentin der Oberpostdirektion Hamburg, Eva Leithäuser, führte die obligaten symbolischen drei Hammerschläge.

Quelle

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11. Dezember 1975

"Bunkern Sie mit - Ihre Idee in diesen Umriss" - Umgestaltung des Bunkers

  •  Kultursenator Biallas und Bewohner Karo-Viertel sind dafür
  • 400 Mal-Entwürfe von Hamburgern
  • Fassadenmaler: Mike Pirgmann
  • Größte Fassaden-Malerei (damals) = 10.000 qm
  • Lohn für Fassadenmaler wollte Kultursenator besorgen
  • Organisation/Kuratorium = von F.C. Gundlach gegründeter Verein Creative Bunker Iniative e.V.

–> wurde aus Kostengründen nicht umgesetzt

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17. November 1975

"Creative Bunker" will das Heiligengeistfeld verschönen - Farbe an den Betonklotz!

Es ging den agilen Bunkerleuten jedoch nicht nur um Demonstrationen ihrer Arbeitsvorgänge. Vielmehr war es das verrostete schwarze Äußere des Bunkers, dessen Image nun endlich aufgemöbelt werden soll. Die Workshop-Besucher konnten phantasievolle Vorschläge zur Bemalung des dunklen Heiligengeistfeldtausendfach für Titel-, Werbe-, Modefotos, Plattenhüllen und so weiter verantwortlich zeichnen, arbeiten auf internationaler Ebene. Neben F. C. Gundlach, PPS., und CC Creative Colour haben sich darüber hinaus das Studio Flössel, die Edition von Bardeleben, die Galerie Neuendorf, die Fotografen Volker Krieger, Dieter Köhn und Peter Frerk, die Verpackungsdesignerin Karin Vossiek, die Werbeagentur MASH, Büromöbel-Gossow, die Sdebdrucker Beer + Partner sowie die Druckerei Heinrich Siepmann angesiedelt.

Quelle

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Juni 1975

Gründung "PPS.Galerie F.C. Gundlach"

1975 gründete er die PPS.Galerie F.C. Gundlach, eine der ersten Fotogalerien Deutschlands. Hier zeigt er die internationale Fotografie-EliteStars wie Irving Penn, Richard Avedon, Joel-Peter Witkin, Robert Mapplethorpe, Martin Kippenberger ,Albert Oehlen, Nan Goldin und Wolfgang Tillmans.

Quelle 1
Quelle 2
Quelle 3

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13. Juni 1975

Artisten-Gruppe Oskani

Zwischen dem Heiligengeistfeld- Bunker und dem Iduna-Hochhaus zeigt die Artisten-Gruppe Oskani auf dem Drahtseil 70 Meter über der Erde ihre Kunststücke. Jeden Abend zwischen 20.30 Uhr und 22 Uhr sind die Künste vom Heiligengeistfeld aus zu beobachten. Wegen des großen Zuspruches verlängern die Artisten ihr Gastspiel in Hamburg und bleiben bis einschließlich Mittwoch.

Quelle

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27. Juli 1974

Zwanzig Bunkerknacker tragen ein Gebirge ab - In fünf Meter Beton saß der "Würzburg-Riese"

Wöchentlich wird der Betonklotz an der Budapester Straße um einen Meter kleiner. Ein Hydraulikbagger mit Felsmeißelausrüstung nagt an einem ehemals 45 Meter hohen zerklüfteten Betongebirge. Von unten sieht es aus, als krabbelten gelbe Zangenkäfer dort oben über dem Heiligengeistfeld. Wenn im Februar die letzte Trümmerfuhre abgefahren ist, kann die Post dort ein Fernmeldeamt errichten.

Quelle

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29. April 1974

Ärger mit Bunker- Sprengungen

Ich habe den Eindruck, daß wir verschaukelt werden. Diese Auffassung vertrat der CDU-Fraktionssprecher Karlheinz Sanders in der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte, als es um die Sprengungen des Bunkers auf dem Heiligengeistfeld ging.
Wie berichtet hatten Mitte April Betonbrocken parkende Autos beschädigt. Außerdem haben die Sprengungen zu starken Staubbelästigungen bei den Anwohnern geführt. Bezirksamtsleiter Karl Kalff war gesagt worden, daß es sich nur um Lockerungssprengungen im Innern des Bunkers handeln würde. Stattdessen werden massive Sprengungen vorgenommen. Jetzt will sich der Bauausschuß der Bezirksversammlung mit den Sprengungen befassen.

Quelle

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24. April 1974

"Studiker" mußten ihren Bunker räumen - Jetzt üben sie im Heidehaus Erika

Ein Umzug ist meist eine schlimme Sache. Einpacken, auspacken ? und dazwischen ein paar Tage Zigeunerleben inmitten von Kisten, Koffern und Provisorien. Wohl jeder kann davon ein Lied singen. Besonders schlimm aber traf es vor kurzem die renommierten Hamburger „Studiker“. Pie Band mußte innerhalb von zwei Wochen ihr Studio im Bunker auf dem Heiligengeistfeld räumen.

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18. April 1974

Fehlsprengung kleiner Bunker

Betonbrocken prasselten auf Wohnwagen, Markstände, Autos auf dem Heiligengeistfeld. Seit fast fünf Monaten wird im Hochbunker Heiligengeistfeld gesprengt. Gestern ging zum erstenmal etwas schief: Es hagelte kopfgroße Trümmerbrocken auf das Heiligengeistfeld, wo noch Schaustellerwagen und Buden vom Dom stehen.

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11. November 1973

Flak-Bunker wird gesprengt

Die Tage des ehemaligen Flak-Bunkers auf dem Heiligengeistfeld sind gezählt. Heute wird mit den Arbeiten für die Sprengung des Riesenklotzes aus Beton und Eisen begonnen. Doch Gefahr für die umliegenden Häuser besteht dabei nicht.
Die Oberpostdirektion Hamburg versichert, daß die Sprengung sozusagen im Saale stattfindet. Nur Stück für Stück werden die vier Meter dicken Wände von innen her beseitigt. Die Sprengungen krachen zweimal täglich ? am späten Vormittag und am frühen Nachmittag. Auf der Budapester Straße und der Detlef-Bremer-Straße besteht während dieser Zeiten eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer.

  • Abriss kleiner Bunker (bis Ende 1974)
  • Firma Oxygen-Spreng- und Baugesellschaft, Ingenieur E. Wenzel
  • Kosten: ca. 3 Millionen D-Mark
  • 75.000 Tonnen Beton

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15. September 1973

Erinnerungen von Freddy Quinn

Mir ist diese Stadt einfach alles, schwärmt er. Das hat viele Gründe. Man kann sie zusammenfassen und sagen: In Hamburg und durch ein paar treue Hamburger Freunde, die mir selbstlos halfen, wurde ich, was ich heute bin. Das fing in der nicht mehr existierenden Washington-Bar auf St. Pauli an. Meine Managerin Lilli Blessmann holte mich da heraus. Bei Jürgen Roland sang ich zum ersten Mal in der Rundfunksendung Was ist los in Hamburg? und stand auch zum ersten Mal im Heiligengeistfeld-Bunker vor der Fernsehkamera. Hans Bekker schleppte mich zum Vorsingen zu meiner Hamburger Plattenfirma Polydor. Und Werner Baecker (früher Aktuelle Schaubude, jetzt New York, New York) ebnete mir viele Wege ins Showgeschäft. Das ist alles fast 20 Jahre her.

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25. November 1972

Heiligengeistfeld-Bunker muß weichen - Post plant eine neue Vermittlungsstelle - Dieser Klotz wird eine harte Nuß für die Sprengmeister

Wem gehört der graue Betonbunker auf dem Heiligengeistfeld an der Budapester Straße? Mit dieser kniffligen Frage beschäftigen sich die Liegenschaftsverwaltang und die Oberpostdirektion Hamburg, seitdem die Rohbaupläne der Bundespost feststehen: Sie will den 1943/44 gebauten Betonklotz sprengen und dort für mehr als hundert Millionen Mark eine zehnstöckige Fernmeldeknoten-Vermittlungsstelle errichten.

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28. September 1972

Bildhauer möchte eine bunte Brücke für die Fußgänger

Dort wo Hamburg noch am grauesten ist, am Rande des Heiligengeistfeldes, soll ein bunt leuchtender Farbklecks die Eintönigkeit unterbrechen. Angriffsziel farbenfreudiger Künstler und Beamter ist die Fußgängerbrücke über die Glacischaussee. Sie verbindet die Großen Wallanlagen mit dem Heiligengeistfeld.

Quelle

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1972

Erneute Ablehnung der Fassenumgestaltung aus finaziellen Gründen

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1. September 1971

Bunker-Grau raus: Flottes Make-up fürs Heiligengeistfeld

Wido Buller, farbenliebender Kölner Bildhauer und Volkshochschuldozent, will anläßlich der IGA 1973 den ehemaligen Luftschutzbunker an der Feldstraße zum leuchtenden Mittelpunkt des tristen Geländes machen.

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1971

Einzug PPS (Professional Photo Service)

Gründung durch Prof. F. C. Gundlach und Prof. Matzen als bundesweites Fotofachlabor

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5. November 1968

Am Montag geht es los: Programm vom Postturm

Vom kommenden Montag an sollen das zweite und dritte Fernsehprogramm von der Antenne des Postturms ausgestrahlt werden. Am selben Tag will die Post ihre Behelfssender für beide Programme auf dem Heiligengeistfeldbunker stillegen.

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10. Mai 1968

Morgen abend: Premiere in luftiger Höhe

Mit einem festlichen Empfang in 127 Metern Höhe wird morgen um 19 Uhr Hamburgs neues Wahrzeichen, der Fernmeldeturm an der Rentzelstraße, eingeweiht. Unter den Ehrengästen werden unter anderem Bürgerschaftspräsident Dau und Bürgermeister Prof. Weichmann sein. Die Aktuelle Schaubude will die Feier direkt in Farbe senden. Die am Bau Beteiligten nehmen heute abend mit einem Fest im Drehrestaurant offiziell Abschied von ihrem luftigen Arbeitsplatz, der sie drei Jahre lang beschäftigt hat.

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5. September 1967

Über die Kongreßhalle muß schnell entschieden werden

HA: Wo sollte nach Ihrer Ansicht die Kongreßhalle stehen?
Hoerenz: Ausschlaggebend für den Platz sollte allein die vielfältige Funktion sein, die ein Kongreßzentrum zu erfüllen hat. In diesem Zusammenhang muß betont werden, daß es eine notwendige Ergänzung zum Fachmessewesen darstellt und auch für das kulturelle und gesellschaftliche Leben Hamburgs bedeutsam sein wird. Der Mut, für die Zukunft und weltstädtisch zu planen, wird nicht nur sichtbar in der Höhe eines Gebäudes, sondern er sollte sich auch in Überwindung anderer Vorstellungen zeigen. Aus den Überlegungen sollte deshalb das Heiligengeistfeld ausscheiden. U. a. würden die schmuddeligen Bunker und der Weg am Karolinenviertel vorbei die stadtwerberischen Bemühungen gleichsam torpedieren.

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6. März 1967

Bleibt das Heiligengeistfeld erhalten? - Eine leere Fläche und zwei große häßliche Bunker

Das Heiligengeistfeld ist während der längsten Zeit des Jahres ein Schmutzacker, auf dem zwei häßliche Bunker stehen. Kann Hamburg es sich leisten, in der Innenstadt eine solche Riesenfläche brachliegen zu lassen? Diese Frage richteten Teilnehmer der Rundfahrten Sieh dir an, wie Hamburg baut an die Baubehörde. Das geschieht, während die Buden und Karussells für den Frühjahrsdom aufgebaut werden.

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23. April 1966

ROT GELB GRÜN

Der ADAC führt wieder kostenlose Tachometerüberprüfungen durch. Treffpunkt Heiligengeistfeld neben dem Bunker an der Feldstraße, täglich von 8.30 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr.

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1963

Erste Diskussionen der städtischen Behörden über eine Fassadenumgestaltung

wurden nicht realisiert, da weder Staat noch Bund 1,5-2 Millionen D-Mark hatten.

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9. Januar 1962

Post schiebt Ausbau des Fernsehsenders auf die lange Bank

Der Hamburger Fernsehsender auf dem Bunker Heiligengeistfeld, der seit einem halben Jahr das zweite Programm ausstrahlt, ist bisher nicht verstärkt worden. Damit hat die Bundespost eine feste Zusage nicht eingehalten. Im vergangenen Sommer hat sie allen Bewohnern von Hamburg und Umgebung, die von dem geringen Empfangsbereich enttäuscht waren, eine Verstärkung ihres Senders versprochen.

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30. Mai 1961

Der Aussichtsturm hat doch Aussichten

Der am Millerntor geplante 140 Meter hohe Aussichtsturm mit drehbarem Cafe und Restaurant soll doch gebaut werden. So hat sich gestern abend nach vierstündiger Diskussion die Mehrheit des Haushaltsausschusses entschieden.
Nun hat die Bürgerschaft auf ihrer Sitzung am 14. Juni das letzte Wort zu der heiß umstrittenen Frage, ob Hamburg einen solchen Aussichtsturm (Kosten sechs Millionen Mark) bauen soll.

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26. April 1961

Grüne Kulisse für Flakbunker

Die beiden häßlichen Flak-Bunker auf dem Heiligengeistfeld bekommen jetzt endlich eine grüne Kulisse. Noch in diesem Jahr will man schnellwachsende Bäume wie Akazien und Pappeln rund um die riesigen Betonklötze herumpflanzen.
Die Bunker durch einen farbigen oder gar weißen Anstrich zu verschönern, halten wir nicht für richtig, erklärte der Leiter der Stadtplanungsabteilung Hamburg – Mitte, Oberbaurat Theodor Schüler, in ihrer grauen Patina wirken sie wohl noch am unauffälligsten.

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20. April 1961

Weiter Tauziehen um die Fernsehsender

In sechs Wochen soll für Hamburg und Umgebung das Zweite Fernsehprogramm ausgestrahlt werden. Bisher ist jedoch immer noch nicht geklärt, welcher der beiden neu erbauten Sender es in den Äther schicken soll: der NDR – Sender in Moorfleet oder der Postsender auf dem Heiligengeistfeld. Nach der gestrigen Erklärung von Bundespostminister Stücklen, über die auf Seite 1 berichtet wird, ist die Lage verworrener denn je.

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7. März 1961

Heiligengeistfeld sendet seit gestern ein Testbild

Ein Schildbürgerstreich / Neue Verwirrung ist bei Hamburgs Fensehteilnehmern entstanden.
Wohin sollen sie die Antenne für das Zweite Programm ausrichten? in Richtung Moorfleet? In Richtung Heiligengeistfeld? Nach dem Karlsruher Urteil war diese Frage eindeutig entschieden: Der Sender für das Zweite Programm steht in Moorfleet. Seit gestern hat jedoch ein merkwürdiger Schritt der Bundespost für neues Durcheinander gesorgt.

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29. Dezember 1960

Post will sofort Testbild für Hamburg ausstrahlen

Der neue Hamburger Fernsehsender der Deutschland – Fernsehen – GmbH, der in den ersten Januartagen auf einem Heiligengeistfeld – Bunker betriebsklar wird, soll sofort ein Testbild auf Kanal 22 ausstrahlen. Das erklärte heute das Bundespostministerium dem Hamburger Abendblatt.

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11. November 1960

Nur ein Provisorium

Das ist der Sendeturm, der von der Bundespost auf dem Heiligengeistfeld-Bunker an der Budapester Straße für die Deutschland-Fernsehen-GmbH gebaut wurde. In wenigen Tagen soll von der Antenne, die fast 100 Meter über dem Wasserspiegel der Elbe montiert ist, zum erstenmal ein Testbild für das Zweite Fernsehprogramm ausgestrahlt werden. Die Post bezeichnet diesen Turm jedoch nur als Provisorium. Sie wünscht am oder auf dem Heiligengeistfeld einen weit größeren Turm, der in halber Höhe ein Restaurant bekommen soll.

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10. Oktober 1960

Ein weiterer Sender für das zweite Programm,

der zur Zeit auf einem Heiligengeistfeld- Bunker in Hamburg gebaut wird, soll sein Testbild ab Dezember ausstrahlen.

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1960

Beginn Stadionbau Millerntor (bis 1962)

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17. August 1960

Fernsehturm auf dem Heiligengeistfeld

Hamburg soll für das zweite Fernsehprogramm einen riesigen Fernsehturm auf dem Heiligengeistfeld bekommen. Einzelheiten über Höhe und Aussehen des Turms liegen allerdings noch nicht fest. Zunächst will die Post für die kürzlich gegründete Deutschland-Fernsehen G. m. b. H. einen provistorischen Sendemast auf dem Bunker an der Budapester Straße bauen. Er soll nur etwa 50 Meter hoch werden. Spätestens im Dezember will die Post über diesen Sender ein Testbild ausstrahlen

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22. August 1959

Hummelfest

Den Trubel des Hummelfestes auf dem Heiligengeistfeld versuchten zwei etwa 17jährige Burschen zum Diebstahl auszunutzen. Sie griffen sich zwei am Bunker Feldstraße abgestellte Mopeds. Zum Glück kamen die Besitzer der beiden Fahrzeuge hinzu.
Die Täter flüchteten sofort. Während der Flucht schoß einer der beiden jungen Diebe mit einer Gaspistole auf seine Verfolger. Es wurde aber niemand verletzt. Die beiden Burschen konnten entkommen.

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25. Februar 1958

Bieten sie Schutz gegen Atom- und Wasserstoffwaffen? - Bunker werden untersucht

Während ein Teil der alten Bunker vermutlich noch verwendet werden kann, dürfte das Schicksal der beiden Flakbunker auf dem Heiligengeistfeld besiegelt sein. Der Grund : Die „Aufrüstung* der nach der Kapitulation ?abgerüsteten“ Bunker bringt große Schwierigkeiten mit sich.

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16. Oktober 1957

Make-up für die beiden häßlichen Hochbunker

Make-up für die beiden häßlichen Hochbunker auf dem Heiligengeistfeld! Die 29 000 qm große Außenflache beider Betonklötze soll gestrichen werden. Gesamtkosten: 290 000 DM.

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2. Mai 1957

Unser Heiligengeistfeld ist kein Paradestück

Hand aufs Herz: Mit diesem Platz, mit diesem Feld romantischer Erinnerungen und Vorstellungen, kann Hamburg, wenn nicht gerade die bunten Lichter des Domes strahlen, kaum Staat machen. Eine öde Platzanlage. Eine graue, ungefaßte Fläche. Und grau darin die Klötze der beiden Bunker. Häßliche Zeugen einer häßlichen Zeit. Die Angst, die wir alle einmal ausgestanden, nistet noch in diesen Betonriesen. Und sie strahlt noch immer über diesen Platz. Soll das immer so bleiben, fragt man sich also?

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16. Mai 1957

Neuer Anstrich?

Kann man nicht die häßlichen Bunker auf dem Heiligengeistfeld durch einen farbigen Anstrich etwas freundlicher gestalten? Auch das wurde vorgeschlagen. Das muß allerdings die Bundesvermögensverwaltung einleiten, der die Bunker gehören. Bürgermeister Engelhard notierte mit Fleiß.

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9. Mai 1957

Schönheitsoperation auf dem Heiligengeistfeld

Bekommt das Heiligengeistfeld bald ein schöneres Gesicht? Im Bezirksamt Mitte hat man einen Plan ausgearbeitet, den häßlichen Platz mit Grünstreifen zu umranden.
Vor allem die beiden grauen Hochbunker sollen durch, Grünkulissen abgeschirmt werden. Mit schnellwachsenden Bäumen (Pappeln und Akazien) will man das erreichen. Dazu noch ein weiterer Plan: Der St. .Pauli-Sportplatz soll von der Ecke Millerntor zwischen die beiden Bunker verlegt werden.

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7. Juni 1956

Festnahme am Bunker

Der Beamte vom Überwachungsdienst, der sich am 7. Januar bei dem mehrmals gestörten Apparat auf die Lauer gelegt hatte, war wesentlich ariderer Ansicht. Er hörte auf seinem Bdobachtungsposten, wie jemand in der Zelle zweimal kräftig gegen den Apparat schlug und danach Münzen in den Rückgabeteller fielen. Dann sah er einen Mann, den Angeklagten, die Zelle verlassen und scheu um die Ecke verschwinden. Als er selbst einen Zehner einwarf, kam dieser sogleich wieder heraus: ein Zeichen, daß der Apparat gestört war. Nach kurzer Zeit kehrte der Angeklagte zurück und machte sich etwa eine halbe Minute in der Zelle zu schaffen. Am Bunker auf dem Heiligengeistfeld wurde Wilhelm Z. gestellt und der Polizei übergeben. Er hatte zwei lange Messer und 17 Groschen in der Tasche.

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7. Januar 1956

Eigener Stadtfunk für unsere Kraftfahrer

Hamburgs Kraftfahrer bekonftnen eine eigene Welle im Äther. Schon in wenigen Wochen will die Post nach dem Vorbild von Hannover und West- Berlin den sogenannten Stadtfunk einrichten. Alle Kraftfahrer, die Telephon im Wagen haben, können dann über eine neue Frequenz auf der ultrakurzen Welle mit jedem Fernsprechteilnehmer in Hamburg, im Bundesgebiet und sogar in der ganzen Welt sprechen. Der neue Antennenmast auf dem Heiligengeistfeld – Bunker soll 39 Meter hoch werden.

Quelle

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3. September 1955

Feuer auf dem Dach

Feuer auf dem Dach hatte einer der beiden Bunker auf dem Heiligengeistfeld. Dicker Qualm stieg auf. Was brannte, war ein Teerkessel. Die Feuerwehr war schnell obenauf.

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27. April 1955

Streik vor dem Bunker

Die Versammlung der etwa 2000 Streikenden vor dem Heiligengeistfeld- Bunker löste sich (wie schon in einem Teil unserer gestrigen Ausgabe berichtet) nach Aufforderung durch die Polizei ohne Zwischenfälle auf. Auch die Lohnzahlungen in der Rinderhalle, in Wilhelmsburg und bei der Stülckenwerft gingen reibungslos vonstatten. Die Streikenden fanden in ihren Lohntüten einen weißen Zettel mit der Mitteilung, daß sie fristlos entlassen seien.

Quelle

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13. März 1954

Ohnsorg-Theater

Am 13. März 1954 begann das Ohnsorg-Theater (1902 von Richard Ohnsorg als erste Niederdeutsche Bühne gegründet und 1945 nach ihm benannt) in einem Bunker auf dem Hamburger Heiligengeistfeld seine Fernseharbeit in Sachen Volkstheater. Damals übertrug man den Schwank Seine Majestät Gustav Krause auf die noch spärlich gesäten deutschen Bildschirme.

Quelle

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23. Oktober 1953

Umzug des NWDR in die neugebauten Studios in Hamburg-Lokstedt

Beim NWDR in Hamburg-Lokstedt werden die ersten in Europa speziell für das Fernsehen errichteten Studios offiziell in Betrieb genommen. Es handelt sich um drei größere Studios und ein kleineres mit allen dazugehörigen Nebenräumen. Drei der Studios können bei Bedarf so miteinander verbunden werden, dass ein großer Raum von 55 m Länge entsteht. Die ersten Sendungen aus Lokstedt sind bereits am 16.9. ausgestrahlt worden. Die offizielle Eröffnung wird live im Fernsehen gezeigt.

Schon im Augenblick der Schlüsselübergabe war der neue Bau zu klein: Rund 50 Fernsehmänner (darunter die aktuelle Abteilung) mußten im Heiligengeistfeld-Bunker bleiben, weil für sie keine Räume zur Verfügung stehen. Außerdem fehlt der „Fernsehstadt“ ein Raum für Dekorationen. Werden Dekorationen benötigt, müssen sie erst aus dem 15-Pkw-Minuten entfernten Bunker angefordert werden. Dekorationen für die beiden kleineren Studios können nur durch das in der Mitte gelegene große Studio hineintransportiert werden.

Quelle 1
Quelle 2

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20. Juli 1953

Premiere zum Hummelfest auf dem Heiligengeistfeld - Mit Böllerschüssen fing es an

O riech mal, Papi, rief begeistert einer kleiner Butt je, als er am Bunker aus der Straßenbahn stieg. Der Duft der Schmalzäpfel und Bontjes war ihm verführerisch in die Nase gestiegen. Im gleichen Augenblick verkündeten laute Böllerschüsse den Beginn des Hummelfestes. Es war Sonnabend um 15 Uhr. Die Sonne sah freundlich auf die Stadt der Buden und Gerüste, deren großes Geviert sich über das ganze Heiligengeistfeld erstreckt.

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2. Juni 1953

Elizabeth II. wird in der Londoner Westminster Abbey gekrönt

Live-Übertragung: Am 2. Juni 1953 wird Elizabeth II. in der Londoner Westminster Abbey gekrönt. Das Ereignis war im deutschen Fernsehen live mitzuerleben, das königliche Protokoll zwang sogar den Kameramann, Frack zu tragen.

Quelle

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23. März 1953

Eisbärenbaby "Hummel"

Das vier Monate alte Eisbärenbaby Hummel, der Liebling aller Tierparkbesucher in Hamburg-Stellingen, wurde zum Fernsehstar im Bunker am Heiligengeistfeld. Die zwölfjährige Karin Schott (rechts) hatte sich gewünscht, den kleinen Eisbären kennenzulernen, und der NWDR erfüllte ihr diese Bitte. In einem Laufgitter läßt sich Hummel von Karin, ihrer Mutter und dem Sprecher Richerts bewundern.

Quelle

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20. Februar 1953

Toast Hawaii im Fernsehen

Clemens Wilmenrods Karriere als Schauspieler verlief eher mittelmäßig, bis ihn der NWDR als Fernsehkoch für die Sendung Clemens Wilmenrod bittet zu Tisch engagierte. Daraufhin versorgte der Laienkoch ab dem 20. Februar 1953 die Nachkriegshausfrau alle zwei Wochen in seiner 15-minütigen Sendung mit kulinarischen Kreationen wie Toast Hawaii, gefüllte Erdbeeren, Würstchen mit Austern oder arabisches Reiterfleisch, die es allesamt zu Kultstatus brachten.

  • Der Toast Hawaii wurde im Bunker erfunden
  • Erfindung der gefüllten Erdbeere mit einer Mandel
  • Verfilmung des Lebens mit Jan-Josef Liefers in der Hauptrolle
  • Pionier der Schleichwerbung
  • nach 185 Sendungen im Jahr 1964 ist Schluß

Quelle

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26. Dezember 1952

Erste Tagesschau

Dreimal Nachrichten – pro Woche: Das Logo der Nachrichtensendung wurde in dieser Version ab 1952 verwendet. Ihre Premiere erlebte die Tagesschau am 26. Dezember 1952 – mit zunächst nur drei Sendungen pro Woche am Montag, Mittwoch und Freitag. Während es damals nur etwa tausend Zuschauer waren, die die Sendung erreichte, sind es inzwischen bis zu zehn Millionen.

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26. Dezember 1952

DFB-Pokal-Partie FC St. Pauli gegen Hamborn 07

  • erstes offizielles Fußballspiel in der Fernsehgeschichte das live übertragen wurde
  • Pauli verlor 3:4 gegen den unterklassigen Gegner

Dennoch war das Spiel, das am zweiten Weihnachtsfeiertag 1952 am Hamburger Millerntor stattfand, etwas ganz Besonderes. Der heimische FC St. Pauli aus der Oberliga Nord und der zweitklassige Sportverein Hamborn 07, ein Stadtteil-Klub Duisburgs, schrieben an diesem Tag Mediengeschichte. Denn das ursprünglich für den 19. November 1952 terminierte Wiederholungsspiel (Hinspiel 1:1) im erstmals seit Kriegsende ausgetragenen DFB-Pokal wurde auserwählt, das noch völlig unbekannte Medium Fernsehen in Deutschland populär zu machen.

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25. Dezember 1952

Offizieller Start des regelmäßigen Programms des deutschen Fernsehens

  • 20 Uhr Eröffnung durch Intendant Dr. Werner Pleister
  • Fernsehspiele „Stille Nacht“ und „Max und Moritz“ live im Studio aufgeführt
  • 21.58 Uhr sagt Irene Koss „Wir sehen uns morgen wieder“
  • die DDR startete 4 Tage früher aus Adlershof
  • Premiere: Eine Familie sitzt am 25. Dezember 1952 vor dem Fernseher, um der ersten Ausstrahlung des regulären Fernsehprogramms des NWDR beizuwohnen. Ihr Fernseher ist der erste Fernsehempfänger der Firma Grundig, vorgestellt 1951.
  • Tele-Ikone bei der Arbeit: Ein Maskenbildner schminkt die Fernsehansagerin Irene Koss für eine Sendung. Ihre erste Ansage im regulären Programm des NWDR wurde mit dem Sendestart am 25. Dezember 1952 ausgetrahlt.

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12. Dezember 1952

"Bauen wir die Slums von morgen?"

Am 12. Dezember 1952 wird im Studio des NWDR in Hamburg eine Diskussionsrunde zum Thema „Bauen wir die Slums von morgen?“ aufgezeichnet.

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23. Oktober 1952

Neues Studio

Am 23. Oktober 1952 legte der Generaldirektor des NWDR, Adolf Grimme, rechts, den Grundstein für das neue Fernsehstudio des Senders in Hamburg-Lokstedt. Der etwas abwesend dreinblickende, junge Mann mit Mikrofon ist der damalige Reporter und spätere bekannte Regisseur Jürgen Roland.

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September 1952

Ein 36 Meter hoher Sendemast installiert, um Übertragungen zu ermöglichen

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23. August 1952

Im Fernsehen wird erstmals ein komplettes Fußballspiel übertragen

die Partie Hamburger SV gegen Altona 93 vom HSV-Platz am Hamburger Rothenbaum.
• Testlauf für nur ca. 10.000 Zuschauer
• HSV gewinnt 4:3

Der NWDR ging nicht unvorbereitet auf Sendung und machte am 23. August 1952 bereits einen Probelauf. Das Punktspiel Hamburger SV gegen Altona 93 wurde ebenfalls in voller Länge übertragen.

Da der Probelauf nur wenigen Auserwählten vergönnt war und es noch keinen Sendebetrieb gab, ändert das nichts an der Tatsache, dass das erste Live-Spiel für die Öffentlichkeit drei Monate später am Hamburger Millerntor stattgefunden hat.

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1952

Zweites Studio

Der NWDR zog mit seinem Fernsehstudio schon bald nach Sendestart von dem großen Bunker auf dem Hamburger Heiligengeistfeld in diesen gegenüber gelegenen, etwas kleineren Bunker um. Hier gab es immerhin eine vernünftige Belüftungsanlage, außerdem größere Räume, die zudem technisch besser ausgestattet waren. Der sogenannte Fernsehbunker, hier 1952, ist inzwischen abgerissen.

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September 1951

Kultur- und Dokumentarfilm- Produktionen : die Boehner- Film

Ganz aus eigenen Mitteln hat sie sich in den vergangenen Monaten im Heiligengeistfeld-Bunker an der Feldstraße ihr Heim eingerichtet, Ateliers, Trick- und Schneidetische, Aufnahmeapparaturen und -wagen und Lampenpark, und seither bereits wieder zwei Kultur-, einen Jugend- und über dreißig Werbe-Kurzfllme gedreht.

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27. Juni 1951

Sprechfunk für die Hafenschiffe

Die Sendeanlage wird auf dem kleinen Heiligengeistfeld-Bunker errichtet werden, auf dem der Sender für den Hafenfunk bereits arbeitet.
Der Sender auf dem Bunker strahlt die Gespräche dem Schiffsteilnehmer zu.

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27. Mai 1951

Die erste Außenübertragung des NWDR-Fernsehens

berichtet von der Landwirtschaftsausstellung, die vor der Haustür des Studios auf dem Hamburger Heiligengeistfeld stattfindet.

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2. Mai 1951

Kuhstall mit Schaufenster - Acht Tage Olympiade der Landwirtschaft auf dem Heiligengeistfeld

48 Stunden vor der Eröffnung der 41. Wanderausstellung am Sonntagvormittag hatte die Deutsche Landwirtschaf ts– Gesellschaft zu einem ersten Rundgang über das Heiligengeistfeld gebeten.

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10. Mai 1951

UKW-Funk auf Hafenschlepper

Der Grund zu diesem Ausspruch war der erstmalige Einbau eines UKW-Funkgerätes auf den Hafenschlepper. Dieses UKW-Gerät, ähnlich wie bei der Polizei und beim Zoll, sieht sich äußerlich an wie ein Telephon.
Man nimmt den Hörer ab, es meldet sich dann die UKW-Station auf dem kleinen Helllgengeistfeld-Bunker.

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11. April 1951

Der NWDR bietet nun auch Kinderfernsehen

Geleitet wird die Kinderstunde von Ilse Obrig, die schon vor 1933 Kinderfunk gemacht hat und auch nach 1933 in Funk und Fernsehen präsent war.

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März 1951

Mit Beginn des kalten Krieges wieder Planungen für die "Erhaltung von brauchbaren Luftschutzeinrichtungen und -Geräten" und deren Reaktivierung

Bauliche Veränderungen waren ab sofort verboten

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2. März 1951

Erstes Fernsehspiel der Nachkriegszeit

Eine Inszenierung von Goethes »Vorspiel auf dem Theater« im Versuchsprogramm des NWDR ist das erste Fernsehspiel der Nachkriegszeit. Regie führt Hanns Farenburg. Wie in dieser Frühzeit üblich handelt es sich um eine Live-Übertragung aus einem winzigen Studio im Hochbunker auf dem Hamburger Heiligengeistfeld.

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8. Dezember 1950

Probleme um Hamburgs Stadionbau

St. Paulis Meinung hierzu: Wir sind glücklich, ganz einfach glücklich. Jahrelang haben wir vergeblich um das gekämpft, was plötzlich In kürzester Frist möglich geworden ist.
Wenn wir später einmal zwischen die Bunker müssen, dann bleiben wir doch praktisch vor der jetzigen Haustür. Am meisten aber beglückt uns, daß in den Wallanlagen zwischen Glacischaussee und Holstenwall zwei Plätze für die Jugend gebaut werden können.

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27. November 1950

Einzug erstes Fernsehstudio des NWDR

• Zunächst nur für den Testbetrieb
• 20 Mitarbeiter
• gesendet wird montags, mittwochs und freitags von 20-22 Uhr
• Testbetrieb bis 24.12.1952 mit insgesamt 31.188 Minuten Programm

Erstes Studio: Im obersten Stockwerk des großen Bunkers auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg befand sich ab dem 27. November 1950 das erste Fernsehstudio des NWDR – zunächst nur für den Testbetrieb, bis Weihnachten 1952 das reguläre Programm gestartet wurde. Doch das massive Bauwerk erwies sich als vollkommen ungeeignet für die Nutzung als Studio. Die winzigen Räume des Bunkers und eine schlechte Belüftung führten zu Temperaturen von weit über 40 Grad im Studio.

Quelle 1
Quelle 2
Quelle 3

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19. Oktober 1950

Übergabe der Bunker an die deutschen Behörden

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12. September 1950

Memeiländer treffen sich

Das Heiligengeistfeld wird schöner. Die Behelfsheime rund um den Bunker werden abgerissen, um der zukünftigen landwirtschaftlichen Ausstellung Platz zu machen. 350 Familien mußten umgesiedelt werden.

Quelle 1
Quelle 2

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12. September 1950

Auswirkung des Demilitarisierungstopps?

Befehlsstand wird Turnhalle – Hansestadt spart 20 Millionen Mark
Die Entfestigung der großen Flaktürme auf dem Heiligengeistfeld, deren obere, vier Meter dicke Betondecke entfernt werden sollte, hätte 2,8 Millionen Mark gekostet. Diese Arbeit fällt jetzt fort.

Quelle

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11. September 1950

Abschluss der Entfestigungsmaßnahmen in der britischen Zone

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9. September 1950

"HÖR ZU!" als Auflagen-Millionär

Wir feiern heute ein freudiges Zeitungsereignis: die Illustrierte Rundfunkzeitung HÖR ZU! ist jetzt Auflagen- Millionär und damit das Blatt mit der großen Verbreitung des europäischen Kontinents geworden. HÖR ZU! stammt aus dem gleichen Verlagshaus wie das Hamburger Abendblatt.

Quelle

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2. August 1950

Oscar Werner aus Wien dreht zum erstenmal in Hamburg

Die Gemeinschaftsproduktion Ringfilm Wien? Kammerspielfilm Hamburg holte ihn für die männliche Hauptrolle in Das gestohlene Jahr. Wir begegneten ihm bei der Arbeit im Pontus-Bunker auf dem Heiligengeistfeld.

Quelle

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26. Juli 1950

Regie-Gast aus Wien

Im Heillgengelstfeld-Bunker, wo die Pontus zu Hause ist, arbeitet gegenwärtig die neue Fusion Wiener Ringfllm/Hamburger Kammerspiele-Film an ihrem ersten Streifen. Mit dem Regisseur Willfried Frass stellen wir den Hamburgern einen neuen Mann vor.

Quelle

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12. Juli 1950

Der NWDR strahlt erstmals ein Fernseh-Testbild aus

Am 12. Juli 1950 wird von der Sendeantenne des großen Luftschutzbunkers auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg dieses Testbild des NWDR-Fernsehens ausgestrahlt. Es ist das erste Fernsehsignal, das nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Hamburg wieder empfangen werden kann.

Quelle 1
Quelle 2

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7. März 1950

Wieder Fernsehen

Die erste deutsche Fernseh-Versuchsanlage nach dem Kriege wird demnächst im Hochhaus II, einem der gro- ßen Bunker auf dem Hamburger Heiligengeistfeld, ihre Arbeit aufnehmen. Damit wird das deutsche Fernsehwesen, das bereits vor dem Kriege technisch vollendet war, in ein neues und entscheidendes Stadium treten.

Quelle

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12. Mai 1948

Bunker-Besuch der Princess Mary (Schwester König Georg VI.)

 während einer Hamburg-Visite

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Frühjahr 1948

Hamburger Abendblatt

Und im Juli 1948 ging es dann los.
Als der Verlag Hammerich & Lesser (Anm: väterlicher Verlag von Axel Springer) aus einem Bunker am Heiligengeistfeld im Frühjahr 1948 zur Volksfürsorge An der Alster 61 umzog, fehlte fast alles. Springer kümmerte sich um Personal und Setzmaschinen, die er nur mietete. Und um den Druck, den er bei Broschek bekam, dessen Hamburger Fremdenblatt nicht mehr erscheinen durfte. Autos fehlten, Wohnungen und Zeitungen – für die Redakteure.

Quelle

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30. Dezember 1947

Gründungsstunde

Im großen Sendesaal des NWDR in Hamburg wurden dem Sender am 30. Dezember 1947 durch den politischen Berater des britischen Militärgouverneurs die neuen Satzungen feierlich übergeben. Der Vorsitzende des Hauptausschusses des NWDR, Präsident Kieselbach, nahm sie entgegen. Der NWDR war damit ab 1. Januar 1948 eine Körperschaft des öffentlichen Rechts – und der erste unabhängige deutsche Sender.

Quelle

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Dezember 1947

Entwicklung erste Probenummer einer Tageszeitung "Excelsior"

Es war im Dezember 1947, als ich mit den ältesten Pionieren des Hauses im Bunker auf dem Heiligengeistfeld die erste Probenummer einer Tageszeitung entwickelte unter dem Arbeitstitel Excelsior. Sie war im Hinblick auf eine britische Lizenz konzipiert, aber als „unabhängige Tageszeitung aus Hamburg“. Doch daraus wurde nichts. Die Engländer hielten an ihrem Prinzip der an Parteien gebundenen Blätter fest und meinten auch, sechs Zeitungen in Hamburg seien genug. Aber ich ließ nun nicht mehr locker. Im Mai 1948 gaben die Engländer das Lizenzrecht an die deutschen Behörden ab. Kurz danach, zwei Tage nach der Währungsreform, sagte mir dann der aus dem amerikanischen Exil zurückgekehrte große sozialdemokratische Nachkriegs-Bürgermeister Max Brauer: Axel, jetzt kannst du deine Zeitung machen. Wieviel Geld hast du eigentlich?

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Juli 1947

Erster Sommerdom

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2. Juli 1947

Verhinderung der Sprengung des großen Bunkers

Unterstützung durch Max Brauer und Erwin Knaack

Quelle

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17. Mai 1947

Theater "Scala" - Tausend und eine Frau in Beton

In Hamburg geht man seit einiger Zeit in den früheren Flakturm auf dem Heiligengeistfeld, um eine Revue zu sehen. Die spärlich bekleideten Damen aus Tausend und eine Frau – so heißt die Revue – lächeln, als ob sie in Hollywood zur Schule gegangen waren. Sie tragen Pariser Modelle und Phantasiekostüme aus bemaltem Cellophanpapier.
Im ersten Teil wird eine Modenschau gezeigt. Die Zuschauerinnen im Flak-Parkett werden unruhig. Ihre männlichen Begleiter behalten die Nerven, denn sie wissen, daß es diese Kleider nicht zu kaufen gibt.

Quelle

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Ende 1946

Einrichtung von 48 dauerhaften Zweizimmerwohnungen für Familien

Ausdrücklicher Wunsch der Engländer

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15. Dezember 1946

Erste "HÖRZU" erscheint

Am 15. Dezember 1946 erschien, als Radio-Post lizenziert und von dem so skurrilen wie brillanten Journalisten und Erfinder Eduard Rhein (1900-1993) geleitet, die erste Ausgabe der Rundfunkzeitschrift Hör zu, bis heute eine der Säulen des Konzerns. Die damalige Startauflage: 250 000 Exemplare. Der Preis: 30 Pfennig.

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Juli/August 1946

Aufbruch der verschlossenen Fensteröffnungen

 durch die Stadt Hamburg, um die Räume bewohnbar zu machen

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1. Juli 1946

Axel Springer zieht in den Bunker

Rückblick, 1946. Gerade hatte Axel Springer die Lizenz zur Herausgabe einer Zeitschrift mit Kurzreportagen in der Tasche – die „Nordwestdeutschen Hefte“. Was ihm noch fehlte: Redaktionsräume. Fündig wurde der damals 34-Jährige auf dem Hamburger Heiligengeistfeld.Der alte Flakbunker war damals Lager für Tee und Gewürze. Doch im oberen Stockwerk war noch Platz. Springer mietete sich ein, für rund ein Jahr.Der Verlag war überschaubar: Springer selbst, Verlagsleiter Karl Andreas Voss, Redakteur Walther Hansemann und Helmuth Covents als Prokurist. Die ersten Druckschriften entstanden hinter zwei Meter dicken Betonwänden mit winzigen Fensternischen. Eine einzige Glühlampe erhellte den Raum. Aber Strom fiel oft aus, sodass meist bei Kerzenlicht getippt wurde. Die Schreibmaschinen wurden aus Ersparnisgründen nur gemietet. Verlagsleiter Voss brachte sie freitags zurück, um sie am Montag wieder in den Bunker zu schleppen.
Zum 1. Juli 1946 hatten Vater Hinrich und Sohn Axel Springer die Axel Springer Verlag GmbH gegründet. Voß wurde Springers erster Verlagsleiter. Sitz des jungen Verlages war anfangs der ehemalige Flak-Bunker auf dem Heiligengeistfeld im Herzen von St. Pauli – ein Koloß, in dessen Mauern Fensteröffnungen gesprengt worden waren.

Quelle

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Ende 1945

Gründung der "St.-Pauli-Turm-Betriebe Gesellschaft" durch Erwin Knaak

  • Theater Scala
  • Restaurant Elefant
  • Kostüm- und Requisitenlager der Staatsoper, des Schauspielhauses und des Thalia-Theaters
  • Versammlungsräume für SPD und GEW
  • Lagerplatz für Sozialbehörde
  • Privatbetriebe
  • Baustofflager
  • DRK
  • Impfstation
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zweite Jahreshälfte 1945

Einsatz von Architekt Erwin Knaack

 als Verwalter, Planer und Bauleiter für die Koordination der zivilen Bunkernutzung bis zur Beseitigung der Bunker

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5. Mai 1945

Übernahme der Verwaltung des Flakturms durch die Briten

Unterbringung vom Stab der „Volkssturmdivision Nord“ unter „NSKK“-Obergruppenführer Günther Pröhl

3. Mai 1945

Übergabe der Stadt Hamburg an britische Truppen

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3. Mai 1945

Zweiter Treffer

durchschlug untere Plattform (ausgebesserte Stelle beim Uebel & Gefährlich)

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Juni 1944

Erster Treffer

am großen Bunker (ohne Folgen)

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April-Oktober 1943

Bau des Bunkers

In dem Buch Flakbunker von Henning Angerer steht: Der Falkbunker IV wurde schließlich zwischen April und Oktober 1942 fertiggestellt.

Wikipedia-Artikel

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9. März 1942

Auftrag genehmigt für den Bau des Lagers "Arbeiterlager Berzeliusstraße"

Unter dem 30.5.41 habe ich die in Frage kommenden Dienststellen wegen verschiedener Arbeiterlager befragt. Zu diesen Lagern gehört auch das Arbeiterlager am Ostende der Berzeliusstraße in Billbrook, das dort zwischen Gleisen der Südtormarnschen (sic!) Kreisbahn und der Hamburger Marschbahn geplant war. Gegen Errichtung dieses Lagers sind von keiner in Frage kommenden Dienststellen Bedenken erhoben.

Ich habe nun heute mitzuteilen, dass auf dieser Fläche ein Lager für etwa 800 Arbeiter einer Grossbaustelle des Reichsministers für Bewaffnung und Munition, Abteilung Rüstungsbau, Bauleitung Flakturm, Hamburg, Heiligengeistfeld errichtet werden soll. Mit dem Bau der Arbeiten wird sofort begonnen.

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17. Dezember 1941

Übermittlung Führerbefehl an Fritz Todt zum Bau einer Flakturmanlage

Folgende Bauplätze kamen in Betracht: Heiligengeistfeld, Große Allee beim Hauptbahnhof, der Israelische Friedhof Altona, Sternschanze

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30. Mai 1941

Planung Arbeitslager am Ostende der Berzeliusstraße in Billbrook

Unter dem 30.5.41 habe ich die in Frage kommenden Dienststellen wegen verschiedener Arbeiterlager befragt. Zu diesen Lagern gehört auch das Arbeiterlager am Ostende der Berzeliusstraße in Billbrook, das dort zwischen Gleisen der Südtormarnschen (sic!) Kreisbahn und der Hamburger Marschbahn geplant war. Gegen Errichtung dieses Lagers sind von keiner in Frage kommenden Dienststellen Bedenken erhoben.

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10. Oktober 1940

Führer-Sofortprogramm

Die Weisung Adolf Hitlers betraf in der ersten Bauwelle zunächst Berlin und weitere 60 Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern, die als „luftgefährdet“ galten und kriegswichtige Rüstungsbetriebe aufwiesen, als Luftschutzorte erster Ordnung eingestuft waren. Bis Mitte 1943 wurden rund 2.000 Bunker in 76 Städten „halbwegs“ fertiggestellt.

Quelle

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1939

Abriss der Mühle

  • Die Mühle wurde 1816 erbaut. Vorher stand hier aber schon seit mindestens 1714 eine Mühle. Sie stand auf dem heutigen Gelände der U-Bahnhaltestelle Feldstraße.
  • 1930 unter Denkmalschutz gestellt und 1939 für den Umbau der U-Bahnhaltestelle abgebrochen.
  • Wann die erste Windmühle an der Nordseite des Feldes (etwa an der Stelle des heutigen Hochbunkers) angelegt wurde, ließ sich schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts nicht mehr eindeutig ermitteln (Neddermeyer, 1832: 189).
  • Bereits aus dem Jahre 1420 liegt eine Mühlenrechnung vor, laut derer die Mühlenherren 28 ß Pacht an das Hospital zum Heiligen Geist zu zahlen haben (Item domui sancti Spiritus pro hura agrorum 28 ß.), wie Gaedechens 1879 berichtet.

Quelle